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Kapitalanlagerecht

 

Verbraucher müssen nicht jeden Verlust hinnehmen. Wer sich nicht einfach nur verspekuliert hat, hat nicht selten die Möglichkeit Schadensersatzansprüche  gegen Banken, Berater, Anlagevermittler oder Unternehmen geltend zu machen.

 

Schadensersatzansprüche bestehen bei

 

  • Falschberatung
  • Unterlassenen Informationen über Rückvergütungen („Kick-Backs“)
  • Prospektfehlern
  • falschen oder unterlassenen Ad-Hoc-Informationen

 

Falschberatung

 

Anlageprodukte werden von Verbrauchern häufig weniger gekauft als an Verbraucher verkauft. Dies erfolgt durch Banken, (freie) Anlageberater und Anlagevermittler.

 

Anlagevermittler müssen über alle wesendlichen Aspekte der Anlage, die für den Anleger von Bedeutung sind, richtig und vollständig informieren. Insbesondere Risiken (z.B. eingeschränkte Veräußerbarkeit, Laufzeit oder Verlustrisiko) müssen klar und verständlich dargestellt werden. Anlagevermittler sind auch  verpflichtet die Anlage, die sie vertreiben, auf Plausibilität zu prüfen.

 

Anlageberater schulden noch wesendlich mehr. Ihre Beratung muss sich am Interesse des Kunden ausrichten; sie muss  anleger- und objektgerecht sein. Anlageberater müssen daher die persönlichen Verhältnisse des Kunden (z.B. Alter, Einkommen, Anlageziele und Risikobereitschaft) erfragen. Die daraufhin empfohlene Anlage muss verständlich dargestellt werden und „zum Kunden passen.“

 

In keinem Fall dürfen Anlagevermittler – oder Berater das Risiko einer Anlage verharmlosen oder verschleiern.

 

Rückvergütung („Kick-Backs“)

 

Anlageberater müssen ihre Beratung im Interesse des Kunden erbringen. Deshalb obliegt ihnen nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Pflicht, den Kunden darüber zu informieren, wenn die Bank – vom Kunden sonst unbemerkt - für den Verkauf gerade der empfohlenen Anlage so genannte Rückvergütungen („Kick-Backs“) bekommt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Bank einen Teil des Ausgabeaufschlags („Agio“) eines Fonds erhält.

 

Erfolgt eine solche Information nicht, kann ein Kunde die Rückabwicklung der Anlage verlangen - vorausgesetzt er hätte sie bei gebotener Aufklärung nicht erworben. Wichtig: Verkauft eine Bank wirklich eigene Anlageprodukte, oder solche, die sie vorher selber gekauft hat, besteht keine Aufklärungspflicht.

 

Prospektfehler

 

Prospekte über Kapitalanlagen müssen ein richtiges und vollständiges Bild der Anlage zeichnen. Sind Angaben in einem Prospekt widersprüchlich oder fehlerhaft, haften die für den Prospekt verantwortlichen dem Anleger auf Schadensersatz.

 

Ad-Hoc-Informationen

 

Aktiengesellschaften sind verpflichtet bestimmte, für die Kursentwicklung ihrer Aktien  wichtige Informationen zu veröffentlichen. Diese müssen zutreffend sein. Bei Verstößen gegen diese Pflichten haften die Unternehmen Anlegern auf Schadensersatz.

 

Erstberatung

 

Ob Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung geltend gemacht werden können, lässt sich in den meisten Fällen bereits auf der Grundlage einer anwaltlichen Erstberatung beurteilen.

 

Neben der Klärung der Frage, ob Ansprüche wegen einer Falschberatung bestehen, können Risiken und Erfolgsaussichten einer außergerichtlichen und/oder gerichtlichen Vorgehensweise dargestellt und mögliche Kostenrisiken beziffert werden.

 

Zarth · Qualmann

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